Motorrad-Team Telekom Mannheim

Bericht und Photos von der

Vogesentour

Pfingstmontag, den 9. Juni 2003


Bericht: Wolfgang
Bilder: Roger, Kurt, Marina,  Wolfgang, Thomas
Web: Thomas 

 

Heiß war es gewesen, sehr heiß an den letzten Tagen vor Pfingsten. Doch für Pfingstmontag war optimales Motorradwetter vorhergesagt worden. Nun, um 7:30 Uhr war der Himmel etwas bedeckt und es war tatsächlich sehr angenehm zu fahren. An der Tanke traf ich Thomas, der dort ebenfalls noch den Durst der Intruder 1400 stillte. Auch ich füllte das Spritfass der Varadero um dann gemeinsam mit ihm zum Treffpunkt ZRM zu fahren. Dort bestellten wir uns ein Biker-Frühstück, in dessen Verlauf immer mehr Maschinen vorfuhren. Es trafen ein:

- Nicole auf der CBR 600, 
- Rolf mit der V-Max, 
- Roger und Marina auf der BMW K100, 
- Erwin mit seiner Virago 1100, 
- Stefan und Sigrid mit ihrer Intruder 1500, 
- Rainer mit Yamahas Royal Star, 
- Ralf auf der Ninija 900, 
- Bogdan mit der Bandit und 
- Kurt auf der BMW 1150 R.
Wir starteten auch fast pünktlich um 8:30 Uhr.
Schnell durchfuhren wir die Südpfalz über Speyer, weiter über die B 9 nach Kandel um bei Wissembourg über die Grenze nach Frankreich einzufahren.
Wir ließen die Grenzstadt flott hinter uns, um sofort auf die erste gelb-grün-geränderte Straße, die D 3, zu wechseln. Über Lembach kamen wir nach Reichshoffen und Gundershoffen.  Auffällig war das wie immer geringe Verkehrsaufkommen im Elsass. Aber auch die Begeisterung für`s Rennradfahren, die sich in großen und kleinen Pulks von Radfahrern zeigte, war überraschend. Hier sei die Freundlichkeit der Elsässer erwähnt, die uns laut rufend von ihren Rennmaschinen mit “Le Bike”grüßten
 

"Nach einer kurzen Raucherpause.. "

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...fuhren wir weiter in den pitoresken Ort “Le Petite Pierre”. Dass dieser Ort nicht nur eines unserer Etappenziele war merkten wir schon einige Kilometer vorher. Zuerst hatten wir das Vergnügen, auf einen franz. Oldtimer-VW-Club zu treffen, bei dem gab es zahlreiche Fahrzeuge aus vergangenen Zeiten zu besehen gab. Käfer, Cabrio`s, Bully`s und viele andere fuhren dort einhellig hintereinander her. Dass sie dabei die gleiche Strecke wie wir wählten und vor uns her fuhren war allerdings bei den inzwischen doch recht hohen Temperaturen weniger vergnüglich sondern eher schweißtreibend. In Le Petite Pierre eingetroffen war es auch schon vorbei mit dem Stau. Alle Oldi`s bogen auf das Chateau oberhalb des Ortes ab.

Der Ort hatte allerdings mit einer ganz anderen “Belagerung” zu kämpfen. Hunderte von Bikern, der Ortskern komplett mit Motorrädern aller Fakultäten zugeparkt, sämtliche Plätze in den Straßencafes belegend war hier eine Bikerinvasion im Gange. In kleinen und großen Gruppen, wobei unsere mit 11 Mopped`s höchstens eine mittlere Gruppengröße darstellte,strömten sie von 3 Seiten in und aus dem Ort. Eine absolute Hochburg.

Nachdem wir dann den Ort hinter uns gelassen hatten, immer aufpassend, nicht dem falschen Vordermann nachzufahren, wechselten wir in Eschbourg die Richtung nach Osten um kurz darauf Richtung Saverne einzuschwenken. Dies geschah mehr oder weniger unfreiwillig und war eine Folge des schlechten Tankstellennetzes im Elsass. In einer größeren Gemeinde wie Saverne ist die Wahrscheinlichkeit auf eine offene Tankstelle zu stoßen einfach größer. Als wir dort eintrafen und auch eine offene Tanke fanden, rollten einige von uns bereits auf dem vorletzten Tropfen hinein. 

Nachdem der Hunger der Bikes gestillt war, verließen wir Saverne entlang des Marne-Rhein-Kanales in Richtung Sarrebourg. Auf der Suche nach einem Lokal, um auch unseren Durst und Hunger zu bekämpfen, wurden wir schließlich in Lützelbourg fündig.

   

  

Das Lokal war leider sehr exclusiv. Und zwar in seiner eher negativen Bedeutung. Das Essen war zwar nicht wirklich schlecht, aber zahlreiche Pannen, Fehl- und fehlende Lieferung der bestellten Speisen waren sehr ärgerlich. Besonders mit Blick auf die abgehobenen Preise die rekordverdächtige Höhen erreichten (z.B. Apfelschorle = Wasser 3.-€ 0,5l + Saft 2,50€ 0.1l = 5,50 € = 11,- DM)

Wir machten uns gestärkt wieder auf den Weg und cruisten gemütlich über Haselbourg, 40 wunderschöne Kilometer Richtung Schirmeck zum Col du Donon, wo wir wieder eine Raucher und P....Pause machten.

 

Auf wie bisher kleinsten Straßen, jetzt sogar mit neuem Belag versehen, setzen wir unsere Tour weiter Richtung Schirmeck fort. Bergauf, bergab, in unendlich vielen Kurven schlängelte sich die Straße dahin und man konnte so richtig den Fahrspaß bei ganz wenig 4-rädrigem Verkehr genießen. Der Spaß war bei manchen so groß, das sie sogar Teile ihrer Ausrüstung auf der Straße verteilten ;-)

Aber die dahinterfahrenden sammelten alles wieder auf, so dass keine Verluste entstanden.

In Schirmeck angekommen wechselten wir auf die N 420 Richtung Süden. Hier war der Verkehr schlagartig viel stärker so das wir froh waren, nach der Überquerung des Col de Saales bei Colroy la Grande wieder in`s Kurvengetümmel Richtung Col de Urbeles und danach Col de Fouchy einzutauchen.

Die Auswahl an kleinen phantastischen Straßen ist dort so groß, dass man gar nicht weiß, wo man lang fahren soll.

Wir fuhren weiter Richtung Liepvre undSaint Marie aux Minesüber die D 48 zum Col de Bagenelles.

 

     
Nach kurzem Karten- und Uhrenstudium beschlossen wir nicht mehr weiter Richtung Col de la Schlucht zu fahren, sonder direkt  über Le Bonhomme Richtung Colmar zu fahren. 
Wir tankten nochmals auf der N 415 um danach bei Colmar auf die Autobahn N 83 Richtung Straßburg und Hagenau zu wechseln.  Leider “verloren” wir unter bis heute nicht restlos geklärten  Umständen einen Kollegen, der wohl falsch abbiegend die Gruppe verlor. Wieso es aber keiner merkte wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben.

Von jetzt an ging es dann ziemlich öde nur noch um`s Kilometerfressen. Immer Richtung Norden, vorbei am Moloch Straßburg fuhren wir die Autobahn linksrheinisch bis wir in Iffezheim den Strom nach Baden-Baden überquerten. Ein letzter Tankstopp für “die üblichen Verdächtigen” und wir düsten über dieA 5 nach Hause. Ab Dreieck Hockenheim löste sich die Gruppe auf und alle, auch der verlorene Sohn, kamen gut nach Hause.

Statistik

Gesamtstrecke: 603,43 km

Durchschnitt:      71,4 km/h

Teilnehmer:        13 Pers.

Motorräder:          11

Besonderes:
Verlust eines Bikers und ein Paar Handschuhe. Alles wieder aufgetaucht