Bericht von der 28. Internationalen
Orientierungsfahrt, veranstaltet vom Motorradclub Waldangelloch
(Bericht: Thomas)
| Am Samstag, dem 15. Mai 2004 fand sie wieder statt, die beliebte Orientierungsfahrt des Motorradclubs Waldangelloch. Da wir erst mal die lange Anfahrt zum ersten Kontrollpunkt in Weiler bei Sinsheim bewältigen mussten, trafen wir uns schon recht früh beim ZRM in Mannheim. Abfahrt war für 7:30 vorgesehen, und obwohl alle Teilnehmer pünktlich waren, verzögerte sich die Abfahrt doch bis 8:00 Uhr, da wir erst mal wieder viel zu erzählen hatten und der Kaffee auch gut schmeckte. | ![]() |
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Wir starteten also um 8:00 Uhr bei schönstem Wetter allerdings noch etwas kühlen Temperaturen Richtung Sinsheim. Wir, das waren Susi und Kurt, Marina und Roger, Erwin und Thomas. Da wir möglichst zügig zum ersten Kontrollpunkt kommen wollten, nahmen wir die Autobahn bis Sinsheim und fuhren dann nach Weiler. Dort thronte schon das erste Ziel auf dem Berg: die Burg Steinsberg. Vom dortigen Parkplatz hat man einen herrlichen Ausblick auf das Tal. An diesem ersten Kontrollpunkt war eines der so beliebten Spiele des MSC Waldangelloch vorbereitet: man musste mit einem "Eisen" einen Golfball mit drei Versuchen so nahe wie möglich an eine Stange "putten". Hier waren die Golfspieler klar im Vorteil.
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| Weiter ging die Fahrt über Adelshofen, Eppingen und
Schwaigern zum "K1": dem Waldparkplatz zwischen Schwaigern und
Neipperg. Hier warteten die Mitglieder des MSC mit einem neuen Spiel auf uns:
Steinschleuder schießen. Das aufgemalte Motorrad von Werner Brösel diente als
Zielscheibe. Mit einer Gummischleuder mussten in möglichst kurzer Zeit drei
Steine durch die ausgeschnittenen Räder des Motorrades geschossen werden. Das
stellte einige vor ein großes Problem, während andere, die früher schon als
Kinder die armen Vögel abgeschossen hatten, hier triumphieren konnten. Da
einige Motorradfahrer wohl doch nicht so gut mit der Schleuder umgehen konnten,
wurde der Zeitplan nicht eingehalten: es entstand ein Stau mit Wartezeiten von
einer halben Stunde, die aber Dank der warmen Sonne und den lustigen
Schusstechniken einiger Mitspieler schnell verging. Kurt war mit Abstand der
schnellste und konnte maschinengewehrmäßig drei Treffer landen.
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Unser nächstes Ziel war ein unbesetzter Kontrollpunkt: UK1: Der Parkplatz der Gaststätte auf Burg Hohenbeilstein. Wir fuhren also auf geilen Motorradstraßen mit schönen Kurven und toller Landschaft über Nordheim, Lauffen, Ilsfeld und Abstatt nach Beilstein. Hier mussten wir herausfinden, wie viel Liter in das Weinfass auf dem Parkplatz vor der Gaststätte passen. Da wir alle des Lesens noch mächtig waren, stellte diese Frage kein Problem dar, denn die Literzahl war an dem Fass eingraviert. |
| Auch der nächste Anlaufpunkt war ein unbesetzter
Kontrollpunkt. UK2 war zwischen Spiegelberg und Wüstenrot versteckt. Hier
mussten die auf der Wanderkarte des Parkplatzes Denteltal eingezeichneten
Parkplätze gezählt werden. Das stellte schon höhere Anforderungen an den
Geist des Motorradfahrers:
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Wo ist Denteltal?
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| Und wie wird gezählt?
Bei Ankunft machten verschiedene Zahlen die Runde, jeder zählte etwas anderes, einige zählten die Wanderparkplätze nicht mit, andere erzielten beim zweiten "Kontrollzählen" ein anderes Ergebnis als beim ersten Zählvorgang....nun gut, letztendlich haben wir doch mit Hilfe einer ausgeklügelten Zähltechnik eines "fremden" Motorradfahrers das korrekte Ergebnis von 28 in die Karte eintragen können. |
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Auf zum nächsten Spiel: der "K2" lag oberhalb der Burg Maienfels. Die Fahrt ging also über Wüstenrot und Neuhütten zur Burg Maienfels. Hier galt es, auf einem Kochlöffel einen langen Holzstab zu balancieren. Wer den Stab die längste Zeit auf dem Kochlöffel balancieren konnte, bekam die meisten Punkte (nicht, wer dabei die schönste Figur machte...) Pferdefuß:
Auch dieses Spiel meisterten wir mit Bravour und verlagerten unsere Balancekünste wieder auf das Motorrad. |
| Die nächste zu lösende Frage lautete: Wie viele Uhren
hat der Turm der evangelischen Kirche von Ohrnberg? Dazu mussten wir natürlich
erstmal Ohrnberg finden.
Der Weg führte uns wieder durch eine schöne Landschaft über Pfedelbach, Öhringen und Unterohrn nach Ohrnberg. Dort wurde uns von einem engagierten Anwohner schon beim Einfahren auf den Kirchparkplatz die Lösung mit den Fingern gezeigt. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Roger drehte eine Runde um die Kirche und zählte die Uhren. Da der viereckige Turm an jeder Seite eine Uhr hatte, waren wir uns schnell über die Zahl der Uhren einig. |
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| Jetzt kam langsam Hunger auf. Genau richtig für den
nächsten Kontrollpunkt, denn am "K3" gab´s was zwischen die Kiemen.
Zuvor mussten wir aber erst an Jagsthausen und Berlichingen vorbei zum Kloster
Schöntal. Und bevor es dort etwas zu Essen gab, musste ein weiteres Spielchen
absolviert werden: Ventilzielschießen! Alte Motorventile mussten auf einer
glatten Oberfläche mit Hilfe eines Gummibandes auf eine bestimmte Ziellinie
geschossen werden. Wer zu weit oder zu kurz schoss, bekam Punktabzug. Nun ist es endlich soweit: der Duft der gegrillten Bratwürste stieg uns schon die ganze Zeit in die Nase, jetzt durften wir zuschlagen.
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Gegen 13:30 widmeten wir uns der nächsten Aufgabe: Welche Geschwindigkeitsbeschränkung gilt in der Hofdurchfahrt von Wemmershof? Also ab nach Wemmershof. Über Oberkessach und Osterburken erreichten wir das Ziel und entdeckten sogleich das Schild der Hofdurchfahrt: 30 km/h! Aufgabe gelöst, weiter geht´s! |
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Der nächste Kontrollpunkt war der Parkplatz oberhalb der Burg Hornberg. Da wohl jeder Motorradfahrer dieses Ziel kennt, war der Weg nach Neckarzimmern, vorbei an Adelsheim, Roigheim und der "Road Station", nicht schwer zu finden.
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Erst aktive Hilfe von Marina, die das Ende des Drahtes mit der Hand in die erste Öse bugsierte, beendete das Drama. Susi bekam bei diesem Spiel den Trostpreis.....
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Viel schwerer war dagegen die Spielaufgabe, zumindest
für Susi. An einem Holzstab, der als Handgriff diente, war in Verlängerung ein
schwingender Draht angebracht, dessen Ende durch vier verschiedene Ösen
gesteckt werden musste. Hier war eine ruhige Hand gefordert. Jede Bewegung der
Hand wurde durch den schwingenden Draht um ein Vielfaches verstärkt. Das wurde
Susi zum Verhängnis. Susi war nach 2 Minuten immer noch bei der ersten Öse. Nach 3 Minuten fingen die Zuschauer langsam an zu
gähnen. Alle umarmten sich, als Susi ein Loch geschafft hatte.
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Weiter ging´s nach Hüffenhardt. Dieser Streckanabschnitt war zwar nicht lang, beinhaltete aber ein Highlight dieser Tour: die Fahrt mit einer alten Autofähre über den Neckar. Für 50 Cent pro Motorrad wurden wir mit einer am Seil geführten Fähre, die ihre Stromversorgung aus einer Art "Oberleitung" mit vier Stromabnehmern erhielt, gemütlich an das andere Ufer transportiert.
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| Über Haßmersheim fuhren wir direkt nach Hüffenhardt, wo wir einen Sandsteinbrunnen an einer Kirche finden mussten um dessen Baujahr ausfindig zu machen. Dass er 1999 erbaut wurde, konnte man schnell erkennen, nachdem wir den Brunnen gefunden hatten (Thomas ist erstmal dran vorbeigedonnert). | |
Jetzt haben wir es fast geschafft. Noch ein paar Kilometer
von Hüffenhardt zum Ziel, der Eugen-Hagmaier-Halle in Waldangelloch, und wir
können uns am Essen und Trinken laben. Doch halt! Ein Spiel fehlt noch:
traditionsgemäß wurde auch am Ziel wieder ein Spiel aufgebaut: Auf einer
Tischtennisplatte wurden hinter dem Netz Eierkartons aufgestellt, in die der
Tischtennisball fallen musste. Je näher man an eine Ziellinie kam, umso mehr
Punkte gab es. Auch dieses Spiel absolvierten wir, ohne die Tischtennisplatte
oder Bälle kaputt zu machen.![]() |
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| Um 16:00 Uhr, eine Stunde vor "Toresschluss", hatten wir fast alle Spiele und Orientierungsprüfungen hinter uns gebracht. Doch es kam noch eine harte Prüfung auf uns zu: das Warten auf die Siegerehrung. Sie wurde für ca. 19:00 Uhr angekündigt. Hier machten dann doch einige von unserer Truppe schlapp! Nachdem wir gut gegessen und getrunken hatten, war es 17:00 Uhr. Susi und Kurt machten sich dann mit Erwin auf den Weg heimwärts. Der "harte Kern" (Marina, Roger, Thomas) harrten aus bis zur Siegerehrung. Das fiel dann doch nicht sehr schwer, da wir herrliches Wetter hatten und uns fast einen Sonnenbrand holten. Außerdem war auf dem Parkplatz mit ca. 250 Motorrädern immer etwas anzuschauen. | ![]() |
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Und das Warten wurde belohnt: Abgesehen davon, dass alle Teilnehmer eine Urkunde und einen Aufkleber erhielten, mussten wir doch tatsächlich zur Siegerehrung auf die Bühne: unser Team Telekom 1 hat den 10. Platz in der Teamwertung erhalten und Marina hat bei den Sozia den 4. Platz erreicht. Das sind beachtliche Ergebnisse bei ca. 300 Teilnehmern.
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| Gegen 19:30 Uhr machten wir uns dann gemeinsam auf den Heimweg, nachdem Thomas noch mal getankt hat. Eine der schönsten Orientierungstouren ging zu Ende. Das Wetter hat gestimmt, die Landschaft war toll und die Organisation des MSC Waldangelloch war mal wieder hervorragend (bis auf die lange Wartezeit bis zur Siegerehrung, vielleicht kann man da noch was verbessern...). Vielen Dank an den MSC für den schönen Tag. | |